Ernährung und Verhalten




Proteine, Aminosäuren, Enzyme


Wie die Zusammensetzung des Futters das Verhalten unseres Vierbeiners beeinflussen kann


Auch der Hund ist, was er is(s)t


Proteine

Der Hund benötigt Proteine, bzw. Eiweiße, als lebenswichtige Komponente seiner Nahrung zum Erhalt seiner Körpersubstanz. Hunde im Wachstum z.B. benötigen mehr Proteine als ausgewachsene Hunde. Hier kommt es allerdings auf die Hochwertigkeit der Proteine an. Umso hochwertiger das Eiweiß ist um so weniger benötigt der Hund. Doch was sind hochwertige Proteine? Das sind Proteine aus z.B. Muskelfleisch. Minderwertige Proteine sind enthalten in Knorpeln oder Sehnen. Diese sind dann auch schwerer für den Hund zu verdauen. Das führt wiederum eher dazu, dass der Hund einen weicheren Kot hat und eine erhöhte Kotmenge.

Wissenschaftliche Studien zeigten, dass eine Reduzierung des Proteingehaltes auf 15%-18% zu weniger aggressivem Verhalten führt. Eine Erhöhung zeigt eine Steigerung der Aggressivität und der Aktivität. Wobei man hierbei Zusammenhänge zur territoriale Aggression festgestellt hat.



Aminosäure Tryptophan

Tryptophan ist der Grundbaustein für den Botenstoff Serotonin. Die meisten kennen diesen Stoff auch als „Glücksdroge“, denn dieser Stoff verhilft zu einem ausgeglichenen Verhalten und einer positiven Stimmung. Serotonin ist also der Gegenspieler der Stresshormone. Ein Serotoninmangel kann sogar zu Depressionen und zu aggressivem Verhalten führen. Serotonin wird im Gehirn gebildet, kann also nicht direkt gefüttert werden. Dazu benötigt man dann die Aminosäure Tryptophan. Diese kann nicht vom Körper selbst produziert werden, gehört somit zu den essentiellen Aminosäuren die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Wissenschaftlich geht man davon aus, dass das Tryptophan im Verhältnis zu allen anderen Aminosäuren erhöht werden muss um eine positive Wirkung zu erzielen. Das bedeutet wir müssen ggf. den Proteingehalt reduzieren und das Tryptophan zusätzlich hinzufügen. Hier können wir am besten auf ein Ergänzungsprodukt zurückgreifen. Gleichzeitig sollte man bei der Fütterung beachten, dass zuerst eine Proteinquelle gefüttert wird und zwei bis drei Stunden darauf eine Kohlenhydratqualle wie z.B. Kartoffel, damit das Tryptophan die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann und das dem Hund ausreichend Magnesium, Vitamin B6 und Folsäure zur Verfügung steht.



Mais

Wie schlecht ist Mais wirklich? Was bewirkt Mais bei meinem Hund: Zum einen ist Mais in Verruf gekommen, weil Mais genmanipuliert ist und auf gespritzten Feldern wächst und zum anderen ist Mais eine billige Energiequelle und wird daher eher als minderwertig angesehen. Doch wie schaut es mit der Maisfütterung bei Hunden im Hinblick auf sein Verhalten aus?

Mais hat einen sehr geringen Gehalt an Tryptophan. Was, wie wir wissen, bei ängstlichen, aggressiven und gestressten Hunden negativ auffällt. Auch bei Alten Hunden, bei denen der Cortisolspiegel leicht nach oben schießt ist Mais nicht zu empfehlen. Doch Mais enthält auch das Enzym das weniger Katecholamine produzieren lässt. Katecholamine sind Hormone aus dem Nebennierenmark. Dazu gehört Adrenalin als Fluchthormon, das Kampfhormon Noradrenalin und Dopamin, das Selbstbelohnungshormon. Diese Hormone bewirken aktives Verhalten. Wird also die Produktion verlangsamt, kann das zu einem ruhigerem Verhalten führen. Dies gilt beispielsweise für hyperaktive Hunde und Balljunkies, die durch Dopamin gesteuert werden. Sind die Hunde gleichzeitig sehr ängstlich muss zudem aber auch an eine ausreichende Tryptophanzugabe gedacht werden.



Phenylalanin

Auch durch die Aminosäure Phenylalanin lässt sich das Verhalten beeinflussen. Diese ist ebenfalls an der Produktion von Katecholamine beteiligt. Hier bewirkt viel Phenylalanin einen Anstieg dieser Hormone. Viel Phenylalanin befindet sich in Rind, Wild und Innereien.



Milch

Den meisten ist bekannt, dass man Kindern zur Beruhigung ein Glas Milch mit Honig gibt oder ist das nur so eine Angewohnheit? In Milch befindet sich ein Peptid welches die Wirkung des sogenannten GABA (Gamma-Aminobuttersäure) verstärkt und welches angst- und stresslösend wirkt. Nun ist es aber so, dass die erwachsenen Hunde zu wenig von dem Enzym Laktase besitzen um den Milchzucker, also die Lactose, in der Milch aufzuspalten. Das bedeutet man sollte jetzt seinem Hund nicht einfach eine warme Milch mit Honig zum schlecken geben. Aber gerade bei Welpen, die noch viel mehr Lactase bilden können, kann eine zusätzliche Gabe von einer Welpenmilch nach einem stressigen Tag oder nach einem angsterfüllten Erlebnis dazu beitragen sich zu entspannen.



Fazit

Die Ernährung und das Verhalten der Hunde sind eng miteinander verknüpft. Die Ernährung ist der Grundpfeiler der Gesundheit und kann sogar das Verhalten der Hunde beeinflussen. Die Zusammenarbeit von Hundetrainer, die das Verhalten der Hunde bestens beurteilen können und der Ernährungsberater die die Ernährung entsprechend anpassen können, kann das Zusammenleben mit Ihrem Hund positiv beeinflussen.

Weitere Möglichkeiten bieten Nahrungsergänzungsmittel und Heilmittel wie z.B. Homöopathie, Mykotherapie, Bach-Blüten und Phytotherapie die in die Hundeernährung einfließen können und die die Gesundheit des Hundes und das Wohlbefinden positiv beeinflussen können.

Gerne helfen wir Ihnen gemeinsam zu Ihrem Pfotenglück!


Franziska & Ann-Kristin

Cani-Wauz & Hundeschule Mölln

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